In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Thema: Verbindungen in Möbeln
Eine Arbeit von Daniel Kuras
Sich verändernde Lebensumstände benötigen veränderbare Möbel.
Dieses modulare Aufbewahrungssystem beruht auf einem Baukastensystem, was es ermöglicht, ein Regalsystem für individuelle Umstände zu konfigurieren. Die vier Körpermodule und zwei Stabilisierungsmodule lassen sich durch eine mechanische Einrastfunktion in der Verbindung in allen möglichen Varianten anordnen. Der Verschluss basiert auf dem Prinzip der Steckschnalle und lässt sich mit einem Pin oder jeglichem dünnen Gegenstand lösen. Anders als bei der Steckschnalle, ist der geometrische Körper des Verbinders auf allen drei Achsen symmetrisch, was die Fehlerquellen im Zusammenbau reduziert. Der Verschluss erzeugt beim Einrasten ein dezentes haptisches und akustisches Feedback, was dem/der Nutzer:in eine Bestätigung für eine sichere Verbindung gibt und die Selbstwirksamkeit anspricht. Dieses Möbelstück greift unter anderem auch auf den „Ikea-Effekt“ zurück, wobei das Möbelstück allein dadurch mehr Wertschätzung erfährt, dass Menschen die Montage selbstständig durchführen.
Die Module entspringen aus einem Verhältnis von 1:8 von Länge/Breite zur Höhe und bieten somit einen quaderförmigen Stauraum von 350 x 350 x 250 mm in der kleinstmöglichen geschlossenen Konstruktion. Desweiteren sind grenzenlose Konfigurationen von kleinen Beistelltischen bis ganzen Wandsystemen möglich.
Jedes Modul ist schichtweise aufgebaut und besteht aus einem funktionalen Mittelteil und den jeweiligen Deckplatten. Hülsenmuttern und Gewindeschrauben sichern diesen Aufbau. In diesem Funktionsmodell bestehen die Deckplatten aus Pappelsperrholz und der Mittelteil aus 3D-gedrucktem PLA. Die einheitliche Tiefe der Module von 250 mm ermöglicht interessierten Benutzer:innen, die funktionalen Teile selbst zu drucken oder z.B. in Makerspaces drucken zu lassen.
Um Kosten und Material zu sparen, sind die Stützstrukturen des 3D-Druckvorgangs auf ein Minimum reduziert.
Der Entwurf bietet zudem eine kreislauffähige Materialvariante mit Deckplatten aus massiven Kiefernholz und Mittelteilen aus gefrästem Aluminium. Durch die Gewindeverschraubung lassen sich alle Materialien sortenrein trennen und in die jeweiligen technischen oder biologischen Kreisläufe wiedereinführen.
Das Produkt soll dem „fast furniture“ Trend entgegenwirken und eine nachhaltige, wissensorientierte Alternative für modulare Aufbewahrungssysteme fördern. Sowohl designaffine Individualist:innen als auch handwerklich begeisterte Bastler:innen werden von diesem Produkt angesprochen, da es sowohl als Open Access Produkt mit Bauplänen, Anleitungen und 3D-Druckdatein, als auch als Leihsystem mit konstruktionsfertigen Modulen verfügbar ist.
Konzeption, Prinzip der Verbindung und Konfigurator
Der Aspekt einer Community spielt für dieses Projekt potenziell eine große Rolle. Nutzer:innen könnten verschiedene Konstruktionen, Materialkombinationen und Individualisierungen in einem Forum teilen und andere inspirieren.
Explosionszeichnung der Module
Lösen des Einrastmechanismus
Funktionsmodell „Regal A“
Module: T-stück, Gerade, Kreuz, Ecke, Standfuß und Wandhalterung