In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und wie diese durch Visualisierung für die Gemeinheit besser verständlich gemacht werden kann. Dafür ist im Rahmen dieses Hauptprojektes eine Graphic Novel entstanden und die Möglichkeit damit, Emotionen, körperliche Zustände und komplexe Themen besser darzustellen.
In meiner Graphic Novel wird die Protagonistin Zoe begleitet- wie sie ihren Alltag mit Höhen und Tiefen erlebt. Der Prozess umfasst mehrere Wochen an Recherche, Skizzen und einem schlussendlich entstandenen Konzept, welcher durch einigen Veränderungen geprägt ist. Trotz alledem soll das Endergebnis besonders Angehörigen aber auch Betroffenen Personen mit Borderline unterstützen, Vorurteile abzubauen aber auch mehr über die Persönlichkeitsstörung zu verstehen.
Der Titel „Zwischen den Rissen“ verweist auf die inneren Brüche und emotionalen Absätze, die das Leben mit Borderline prägen. Die „Risse“ stehen für Momente, in denen etwas zu zerbrechen droht – Beziehungen, Selbstbild, Gefühle. Doch die Geschichte spielt nicht im Bruch selbst, sondern dazwischen: in den kleinen Räumen, die bleiben, wenn etwas nicht ganz hält, aber auch nicht komplett zerfällt. Hier findet die Protagonistin Halt – durch Skills, Mitmenschen und ihren Hund, die ihr helfen, zwischen den Rissen nicht unterzugehen, sondern weiterzugehen.
Illustratoren Beispiele: Renasketch, Sara Faber
Linien
fein, weich, kontrolliert, elegant
Figuren wirken leicht & reduziert
trotzdem lebendig & ausdrucksstark
Farben
pastellige, gedämpfte Farben
warme ästhetische Stimmung
wirkt freundlich, zugänglich und leicht nostalgisch
Erzählstil
emotional& beobachtend
Bildsprache: Mimik, kleine Gesten
Atmosphäre
weich, intim, leicht träumerisch
Gefühl von Wärme & Verletzlichkeit
Zusammen mit Borderline
weicher zugänglicher Stil um psychische Krankheiten menschlicher zu erklären
Szenenklima bleibt ruhig & vorsichtig
Für wen?
Angehörige & Freunde
Menschen mit Lese-oder Konzentrationsschwierigkeiten (ADHS, LRS)
Für was?
Aufklärung & Entstigmatisierung
verständliche visuelle Metaphern
Vorurteile abbauen
Komplexe Krankheitsbilder nahbarer machen
mit wenig Text/mehr visuelles Zugang zu komplexen Informationen erleichtern
A5 Format
Hochformat
pro Kapitel eine Titelseite
Einleitung: 1 DS
Kapitel: 2 DS
Kapitel: 2 DS
Kapitel: 1 DS
Kapitel 3 DS
Kapitel: 2 DS
Kapitel: 1 DS
Kapitel: 3 DS
Layoutsketches mit verschiedener Panelanzahl
mögliche Varianten
“ausbrechen” von Panels möglich
überschneiden mit Zeichnungen und Sprechblasen
Mix aus klassisch und frei
Digitalzeichnung Einleitung
finales Storyboard
Digitalzeichnung Einleitung
Kapitel Übersicht Idee
Ich werde den Entwurf für die Kapitelübersichten überarbeiten- dabei ist mir wichtig, dass man einen kleinen Einstieg in das jeweilige Kapitel bekommt, jedoch noch nicht zu viel erahnen kann. Die Seiten sollen sich quasi wie ein Gewitter zusammenziehen bzw. sich wieder auflösen. Der Text soll integriert werden, indem er im „Gewitter“ platziert wird.
Altersunterschied Anpassung der Protagonistin
Entwurf Einleitung
Entwurf 1. Kapitel
Mein vorläufiger Zeitplan
Einleitung
1. Kapitel
2. Kapitel
3. Kapitel
Das ist neu:
Kapitelübersichten überarbeitet (Schrift)
allgemein Schrift in Sprechblasen
4. und 5. Kapitel (noch ohne Farbe, überlege aber gewisse Szenen so zu lassen)
Entwurf Cover/Rücktitel
Entwurf Vorwort
finales Cover/Backcover
Nach einigen Anpassungen bin ich mit meiner Graphic Novel und den Kapiteln in die Endphase gelangt. Hier habe ich die letzten Seiten zu Ende gezeichnet und mich auf den Druck vorbereitet.
3 Kommentare
Please login or register to leave feedback or wait until you are considered trustworthypeer review 5:
mein erster Eindruck: die Geschichte ist sehr gut nachvollziehbar & hat einen klaren roten Faden
besonders positiv finde ich, dass die Graphic Novel eine sehr persönliche Perspektive vermittelt & man die Gedanken &Gefühle der Figur gut nachvollziehen kann
die Zeichnungen sind verständlich & die Panelreihenfolge ist klar erkennbar
die Szenen mit den vielen Augen, den Schattenfiguren & den Gedanken im Hintergrund funktionieren visuell sehr stark & machen die innere Belastung direkt spürbar
das Thema Graphic Medicine wird respektvoll behandelt & die subjektive Erfahrung steht klar im Mittelpunkt
das Farbkonzept gefällt mir sehr gut
die grauen Wolken, dunklen Hintergründe & die Farbakzente unterstützen die Stimmung der Geschichte konsequent
die Kapiteltrenner mit den Wolkenbildern sorgen für einen schönen Übergang & geben der Arbeit eine einheitliche visuelle Sprache
die Emotionen der Hauptfigur sind gut erkennbar & werden durch Mimik, Körpersprache& Symbolik unterstützt
manche Schlüsselmomente könnten visuell oder typografisch noch stärker hervorgehoben werden, damit wichtige Emotionen & Aussagen noch mehr Gewicht bekommen
Ich bin gespannt, wie sich die Graphic Novel weiterentwickelt. Die bisherigen Kapitel machen neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte.
Peer-Review V von Tilda:
Mein erster Eindruck war, dass du sehr viele starke Zeichnungen eingesetzt hast. Mir ist aufgefallen, dass due Hintergrundfarben sehr passend für die Momente einsetzt. Ich mag deinen Zeichenstil, weil er so konsistent ist. Er passt auch sehr gut zum Inhalt deiner Graphic Novel. Du kannst darin deine Figuren in Mimik und Gestik toll darstellen. Ich habe keine Einschränkungen im Leserfluss bemerkt. Außerdem sind deine Kapitelanfänge gut geeignet für deine Graphic Novel und strukturieren sie.
Besonders starke Zeichnungen finde ich unter anderem in Kapitel 1. Die Szene, in der ganz viele Augen die Protagonistin anstarren, drückt großes Unbehagen beim Publikum aus, was seinen Zweck erfüllt. Genauso stark finde ich die Szene der Umarmung mit der Mutter. Durch die eingesetzten Farben sowie Mimik und Gestik der Figuren erzeugst du auch hier bei der Leserschaft genau das Mitgefühl und ein Verständnis über Borderline, was gefragt ist. In Kapitel 2 finde ich die Zeichnung in der Vogelperspektive über die Tische im Klassenzimmer auch sehr gut gelungen. Durch die „Schimmerlinien“ und Sternchen wirkt dieser Platz sehr ordentlich, sauber und aufgeräumt. Daneben die Szene, in der das Gehirn sich vom Körper trennt, ist auch so gut gezeichnet. Durch diese Einfachheit kommt, das was da passiert auch sehr gut rüber.
Ich kann mir vorstellen, dass deine Graphic Novel durch das Anpassen der Schriftgröße etwas mehr Konsistenz bekommt und wichtige Worte nicht wegbrechen. Zum Beispiel hast du in Kapitel 4 bei der Kündigung dem Chef, der sagt: „Was haben sie denn heute den ganzen Tag gemacht?“ eine kleine Schrift gegeben (wahrscheinlich, weil es nicht anders in die Sprechblase gepasst hat). Dabei ist vor allem dieser Satz sehr wichtig für die Storyline und sollte deshalb meiner Meinung nach in der Größe angepasst werden. In Kapitel 2 hatte ich am Anfang der Szene Probleme das Radio wahrzunehmen, oder zu verstehen dass der Text: „Heute werden wieder Höchsttemperaturen von 30 Grad erwartet“ nicht zu dem großen Panel darunter gehört. Hier würde ich zur Verständlichkeit eine klarere Trennung ziehen.
Im Großen und Ganzen stellt du das Thema Borderline sehr effektiv dar, dass Außenstehende einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Protagonistin erlangen.
Peer-Review (Fr. 22. Mai)
Was ist dein erster Eindruck?
Ich finde die Arbeiten und den Projektordner zum heutigen Stand sehr gelungen und schon sehr schön angeordnet sowie gefüllt. Josi arbeitet sehr fleißig und diszipliniert an den Aufgaben.
Sind die Zeichnungen verständlich und nachvollziehbar?
Ich finde das vollständige Storyboard sowie die überarbeiteten digitalen Zeichnungen sehr gut und verständlich. Man kann der Story gut folgen und bekommt auch schon einen guten Überblick darüber was sie sich vorstellt und man sieht auf jeden Fall eine starke Entwicklung.
Welche Sequenzen sind visuell stark? Warum?
Gerade bei den überarbeiteten Zeichnungen fällt der besonders herausstechende Stil ins Auge. Durch hohe Kontraste wirkt die Zeichnung lebendiger und durch die roten Farbakzente, wirkt die Zeichnung dynamisch und dramatischer, was in der Szene sehr gelungen ist.
Funktioniert der Lesefluss?
Ich finde die Panels gut angeordnet und empfinde die Abfolge für logisch, allerdings sind ab und zu die Übergänge zu abrupt, wodurch der Lesefluss unterbrochen wird. Das würde ich nochmal anders gestalten. Die Story ist verständlich und nachvollziehbar.
Wird das Thema Graphic Medicine respektvoll und effektiv behandelt?
Ich finde das Josi respektvoll mit dem Thema umgeht. Ich würde den wichtigen Schlüsselszenen wie der Entfremdung und der Selbstverletzung noch mehr Raum geben, damit die Szenen mehr Wirkung bekommen. Ansonsten finde ich die Story sowie die Umsetzung sehr effektiv und gelungen.