In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
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Wenn man mit einer blinden oder sehbehinderten Person redet, kann jeder von ihnen bestimmt eine Geschichte erzählen, wie ein Sehender überfordert war bei dem Kontakt mit ihnen. Wenn man sie fragt, ob es normal ist, dass sie solche Erlebnisse haben, dann werden sie wahrscheinlich sagen, dass es in ihrem näheren Umfeld nicht mehr so ist, aber wenn sie neue Personen treffen, häufig schon. Wenn eine sehende Person Kontakt mit Blinden und Sehbehinderten hat, wird es meist schnell besser.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, ein Konzept zu entwickeln für ein Spiel, das von Blinden, Sehbehinderten und sehenden Personen gespielt werden kann, um den benötigten Kontakt für die Überwindung von Hemmungen von Sehenden den Blinden und Sehbehinderten zu überwinden.
Dafür wurden schon barrierefreie Spiele und Audiospiele analysiert, um zu schauen, wie diese mit diesem Thema umgehen. Zudem wurde aber auch mit sehbehinderten und blinden Personen geredet, um auf ihre Bedürfnisse einzugehen.
Das Konzept, das aus dieser Arbeit herausgeht, ist für einen Plattformer, den man mit mehreren Personen spielt, den man mit zwei oder mehr Personen spielen kann. In diesem Plattformer muss man sich in einem Labyrinth zurechtfinden, muss nach Schlüsseln suchen und an Gegnern mit Hilfe von Teamwork vorbeikommen. Das Spiel besteht aus schnellen Runden, wodurch man es auch mal dazwischen mit Freunden spielen kann oder es auch gut als Kennlernspiel mit n euen Personen funktioniert.
Für das Projekt wurde mit verschiedenen Testpersonen zusammengearbeitet, sowohl Blinden als auch Sehenden. Es war wichtig, dass das Spiel leicht für blinde Personen zu spielen ist und dabei nicht nur ihren Gehörsinn anspricht, sondern diesen durch die Nutzung des noch vorhandenen Sehsinns unterstützt. Gleichzeitig durfte das gesamte Erlebnis für sehende Personen nicht unangenehm sein. Deshalb wurde das Spiel nicht nur mit Blinden getestet, sondern auch im Rahmen gestalterischer Überlegungen mit sehenden Personen überprüft.
Die reduzierte Version ist eine Variante für Personen, die kaum noch etwas sehen, und nicht für den durchschnittlichen Spieler geeignet.
Das Ziel der Bachelorarbeit war es, ein Fundament für ein barrierefreies Spiel zu schaffen, das von sehenden, sehbehinderten und blinden Personen gemeinsam gespielt werden kann.
In der Arbeit zeigte sich, dass Umgebungsgeräusche eine wichtige Rolle spielen und unterschiedliche Funktionen übernehmen können. Sie ermöglichen Orientierung, indem verschiedene Bereiche eindeutige, charakteristische Geräusche erhalten. Außerdem können sie anzeigen, wann bestimmte Aktionen erforderlich sind. Beispielsweise signalisiert ein starkes Windgeräusch, dass der Spieler einen Sprung ausführen muss. Ebenso kann durch akustische Signale angezeigt werden, ob sich ein Gegner in der Nähe befindet und in welchem Zustand dieser sich befindet.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der visuellen Gestaltung des Spiels und der Nutzung von Kontrasten, um die noch vorhandenen Sehfähigkeiten bestmöglich zu unterstützen. Hierzu wurde ein starker Farbkontrast durch die Verwendung von Schwarz und Weiß oder in abgeschwächter Form Neonfarben auf dunklem Hintergrund eingesetzt. Auch wurde ein Kontrast zwischen dem Spielercharakter, der eher dünn und vertikal gestaltet ist, und dem Gegner, der kompakter und horizontal ausgerichtet ist, hergestellt.
Zudem wurde berücksichtigt, dass jede Person individuelle Vorlieben hat. Besonders bei barrierefreien Spielen soll die Möglichkeit bestehen, verschiedene Details anzupassen. Daher sind nicht nur die Lautstärken veränderbar, sondern auch die Farben.
Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren wurde ein Videospiel entwickelt, das sehenden, blinden und sehbehinderten Personen gemeinsam spielbare Erlebnisse ermöglicht.