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Alleinsam Essen

„Alleinsam Essen“ setzt über eine spielerische analoge-digitale Schnittstelle das Ritual des Gemeinsamen Essens neu um.

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Ziel

Im Gespräch über Rituale beim Essen fiel auf, dass es mittlerweile beinahe Normalität zu sein scheint, beim alleine Essen auf den Fernseher oder das Smartphone zurückzugreifen. Das Ziel unseres in zwei Wochen entwickelten Prototyps ist es, eine Alternative dazu zu entwickeln.

„Alleinsam Essen“ soll es ermöglichen, sich spontan oder kurzfristig verabredet mit anderen „Alleine-Essern“ sozusagen zusammenzusetzen. Seit der Corona Pandemie erinnern Zoom-Konferenzen allzu häufig an Arbeit. Wir haben nach einer Alternative zu dieser Bildschirm-Ästhetik gesucht. Hierzu dienen eine Art interaktive Kühlschrankmagnete, die die digitale und analoge Welt miteinander verbinden.

Funktion

Jede Person besitzt ihre private Kachel, den hexagonförmigen sogenannten Hub und mehrere, kleinere rautenförmige Kacheln, von denen jede einer Person zugewiesen ist. Normalerweise befinden sie sich am Kühlschrank, an dem sie dank Magneten haften - hier können sie beliebig zu Mustern angeordnet werden. Hierbei geht es jedoch nicht nur ums Aussehen -durch das Verbinden der Kacheln wird bestimmt, welche Kontakte über die Aktivität des/der Nutzer:in informiert werden.

Wenn ein Kontakt zu kochen oder zu essen beginnt, ändern sich die entsprechenden Kacheln mit audiovisuellem Feedback. Um selbst in den Kochmodus zu schalten, wird der Hub berührt. Alle verknüpften Kontakte werden benachrichtigt, dass man derzeit kocht und vermutlich bald beginnt zu essen.

Wenn der Kochvorgang abgeschlossen ist, wird die Hub-Kachel und alle Kontakte, mit denen man kommunizieren möchte auf den Esstisch gelegt. Dieser Vorgang wird in das Ritual des Tischdeckens integriert. Dank des Gyroskops schaltet die Kachel nun in den Essmodus und stellt automatisch eine Audio-Verbindung zu allen anderen liegenden Kacheln, die ebenfalls im Essmodus sind, her.

Die Audioausgabe der Kontakt-Kacheln wird unterstützt durch eine Audiovisualisierung, so dass deutlich wird, wer gerade spricht. Um aufzulegen, wird die Hub-Kachel im Rahmen des Abräumens des Tischs wieder am Kühlschrank positioniert.

Ein weiteres Feature ist es, dass auf dem Hub mit dem Finger gezeichnet werden und diese Skizzen durch wegwischen an Kontakte gesendet werden können. So ist zusätzlich eine grundlegende asynchrone Kommunikation gewährleistet.

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Prozess

Varianten


Im ersten Schritt wurden drei verschiedene Varianten erarbeitet, um uns unserem Ziel anzunähern: Menschen gemeinsam essen zu lassen, die eigentlich zur Zeit alleine zu Hause sind.

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Basierend auf Feedback und einer Abgleichung der Konzepte mit unserer Zielsetzung, fiel die Entscheidung auf die Variante der interaktiven Kühlschrankmagnete in Kombination mit der Funktion des interaktiven Nachrichtentischs.

Modellbau

Zunächst wurden Kacheln aus Holz angefertigt, um Größe und Haptik zu testen. Durch die Beschichtung mit Tafelfarbe konnten diese außerdem einfach mehrfach bemalt werden, um alle Zustände der Kacheln abzubilden.

Die finalen Kacheln wurden 3D-gedruckt und verfügen über Löcher, um Magnete zu platzieren, sowie Halterungen für Smartphones.

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Programmierung

Um an die Daten von Gyroskop, Mikrophon und Touch-Input zu erhalten, sowie audiovisuelles Feedback zu ermöglichen wurde in Anbetracht der Projektlaufzeit eine App in Unity umgesetzt. Diese verfügt über zwei Modi: Hub und Contact.

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Ausblick

Mögliche Erweiterungen des Prototyps sind

  • das Integrieren eines Hologramms für die Audiovisualisierung (denkbar bspw. in AR)
  • eine Erweiterung des Nachrichten-Sendens
  • stärkeres audiovisuelles Feedback beim aktivieren des Hubs, dass sich in alle verbundenen Kacheln ausbreitet
  • Kacheln sondern Dampf ab, wenn jemand in den Kochmodus schaltet

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Fachgruppe

Master Interaktion Design

Art des Projekts

Studienarbeit im Masterstudium

Betreuung

foto: Prof. Steffi Hußlein foto: Danny Schott

Zugehöriger Workspace

MID I CHANGING RITUALS I Projekt

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2022