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PVC-Karten

Inzwischen laufen Identifikationen und Zahlungen oft digital ab. Trotzdem besitzen viele Menschen PVC-Karten. Zum Beispiel in form von Kredit-, Mitgliedschafts- oder Ausweiskarten. Normalerweise werden sie nach Ablauf zerschnitten und weggeschmissen. Dabei ist die Materialität dieser Karten sehr interessant.

PVC ist ein thermoplastischer Kunststoff (Polyvinylchlorid) und ist durch hohe Fromstabilität bei geringer Materialstärke ausgezeichnet für solche Karten. Mit einer Standartdicke von 0,76mm sind sie sowohl flexibel als auch ausreichend steif um belastungen im Alltag auszuhalten. PVC-Karten bestehen aus mehreren Schichten. Die äußere transparente Folie ist glatt und wasserabweisend. Magnetstreifen oder RFID und NFC-Chips können in den Kunststoff integriert werden. (#1 Physik, Chemie, Daten und Fakten)

2 Verarbeitung: PVC-Karten werden in großen Stückzahlen produziert. Unter Hitze und Druck werden sie miteinander laminiert. In einem späteren Prozess können sie druch Prägungen oder Druckverfahren personalisert werden. Eine transparente Folie schützt dann diese bedruckten Vorder- und Rückseitenmotive.

Die Größe der Karte ist durchdacht und wird mit einer Norm festgelegt. Sie liegt mit ihren Maßen gut in der Hand und lässt sich perfekt im Geldbeutel oder in der Handyhülle verstauen. Das robuste Material gibt dem Nutzer ein Gefühl von Sicherheit im Umgang mit physischen Einwirkungen. Durch Design, Branding oder Funktion können Karten verschieden wahrgenommen werden. Eine Kredit oder Debitkarte signalisiert zum Beispiel eine gewisse Wertigkeit obwohl es von der Materialität nicht wertiger ist als jede ander Karte. (#3 Wahrnehmung)

Mit so einer Karte bekommt man einen Zugang oder eine Berechtigung. Sie dienen als Schnittstelle zwischen Mensch und System. Das Material und die Kostengünstige Beschaffung macht sie leicht austauschbar. PVC-Karten werden im Alltag of benutzt und kaum beachtet. (#4 Soziologie)

Sie ersetzen ganze Dokumente in Papierform. Damit gilt sie als ein Übergangsobjekt zwischen analoger und digitaler Identifikation. Das Material in Verbindung mit der Form erzählt von einer Komprimation von Informationen. (#5 Narration)

6 Ökologie: PVC selbst lässt sich gut recyclen. Zusätzlich geben (Hart-)PVC-Karten während der Nutzung keine Umweltgifte ab. Sie sind robuste und langlebig. Allerdings ist die Trennung in der Praxis oft durch Verbundsmaterialien, wie Druckfarben und Lacke, Magnetstreifen und Chips schwierig. PVC-Karten landen im Haushalt meistens im Restmüll und kehren damit nicht in recycling Kreislauf zurück.

Durch ein standardisiertes Format sind PVC-Karten ein Massenprodukt. Sie sind wegen der großen Produktionsmengen sehr kosteneffizient. Dabei ist nicht das Material im Fokus sondern die Funktion der Karten. (#7 Ökonomie)

Eine Karte kann für Zugang, Identifkikation, Mitgliedschaft und Zugehörigkeit stehen. In einer Art ist sie wie ein Schlüssel um diese Punkte zu erlangen. (#8 Semiotik)

Ein Projekt von

Fachgruppe

Master Engineering Design

Art des Projekts

Keine Angabe

Zugehöriger Workspace

MED 1.3 Basiswissen Bionik und Material_SoSe26

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2026

zusätzliches Material